16. Bayreuther Gespräche am 29.9.2021 in der Studiobühne Bayreuth

Unter dem Titel ‚Die Vermessung der Demokratie – Ein Wilhelm Leuschner-Porträt‘ wurden von einer Künstler:innengruppe um den Berliner Schauspieler Jan Uplegger Textcollagen von Wilhelm Leuschner in einem Theaterstück mit Musik  (die Musikerinnen Yumiko Tsubaki und Maria Hinze begleiteten ihn musikalisch und szenisch) am 29.9.2021 in der Studiobühne Bayreuth als Uraufführung einem begeisterten Publikum vorgestellt. Die Regie führte Mitschiko Tsubaki.

Das Theaterstück lässt den Menschen Wilhelm Leuschner anhand eigener und von ihm aufbewahrten fremden Texten lebendig werden. Die dazugehörige Musik bringt die Seelenlandschaft Leuschners zum Klingen und macht sie erfahrbar. Die Texte Leuschners und einiger seiner Mitstreiter vermitteln eindrucksvoll sein Ringen um demokratische Verwirklichung seiner sozialistischen Ideen und bezeugen seine zutiefst humanistische Gesinnung im Kampf um Freiheit und soziale Gerechtigkeit.

Die Darsteller:innen der Musik- und Textcollage konnten mit ihrer Szenenfolge tief in das bewegte Leben Leuschners eindringen und für uns heutige lebendig werden lassen. Der lang anhaltende Applaus des überwiegend jugendlichen Publikums für die Theateraufführung gab Zeugnis für das erfolgreiche Eintauchen der Macher:innen in das Leben Leuschners.

Nach Ende der Theateraufführung fand eine Diskussionsrunde zur Bedeutung Leuschners für die heutige Erinnerungskultur statt. Der Enkel Carl Goerdelers, Rainer Goerdeler aus Königswinter, diskutierte mit Wolfgang Hasibether, dem Leiter der Leuschner-Stiftung, und der Künstler:innengruppe über die Bedeutung des Widerstandskampfes gegen das NS-Regime für die heutige Zeit. Einig war man sich in der Diskussion mit dem Publikum, dass der Widerstand des 20. Juli 1944 gerade in unserer heutigen Zeit nicht vergessen werden darf. Der persönliche Mut und das Widerstehen gegen den Staatsterror gibt Zeugnis auch für unser heutiges Handeln, den Ungeist der Unfreiheit und des politischen Terrors zu bekämpfen.

Das Theaterstück wird am 15.11.2021 in Leipzig vom DGB Leipzig wieder zur Aufführung gebracht. Weitere Aufführungen folgen in Stuttgart und 2022 wieder an der Studiobühne Bayreuth. Das Stück eignet sich für Aufführungen an Bildungseinrichtungen. Die Kontaktdaten der Gruppe können bei der Leuschner-Stiftung erfragt werden. Das Stück ist für die politische Bildungsarbeit sehr empfehlenswert.

Bayreuth, 30.09.2021 Wolfgang Hasibether

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