GESCHÄFTSBERICHT 2018

Die Stiftung hat im Jahr 2018 in ihrer Arbeit zur Erinnerungskultur rd. 1400 Teilnehmer betreut. Den Geschäftsbericht können sie hier herunterladen

KOOPERATION MIT KZ GEDENKSTÄTTE OSTHOFEN

Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat mit ihrer Forschungsarbeit durch die Biographie über Wilhelm Lai (verfolgter Gewerkschafter aus Pegnitz in Oberfranken) einen bisher unbekannten Gewerkschafter, der im Mai/Juni 1933 in Osthofen im Konzentrationslager gefangen war, für das Archiv der Gedenkstätte (mit Übergabe der recherchierten Dokumente) aufbereitet. Zugleich beteiligten sich die Mitarbeiter der Stiftung an dem u.a. Sammelband und lieferten einen Teil der Ausstellung mit Text und Bild für ein Banner zur Biographie von Wilhelm Lai. Bei der Vorstellung der Publikation und der Dokumentation werden die Mitarbeiter der Stiftung über die Forschungsarbeit berichten. In Osthofen war im Frühjahr 1933 auch der Mitstreiter von Wilhelm Leuschner, sein Pressereferent Carlo Mierendorff, interniert.

GEDENKSTÄTTE KZ OSTHOFEN
„Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34“ Biografisches Handbuch

Dieser vorgestellte biografische Sammelband enthält 58 Biografien verfolgter Gewerkschaftsfunktionäre und betrieblicher Interessenvertreter, die im 1933/34 im KZ Osthofen inhaftiert waren. 

Ergänzt werden die Einzelbiographien durch eine von Siegfried Mielke verfasste Kollektivbiographie sowie einer Überblicksdarstellung zum KZ Osthofen von Angelika Arenz-Morch, die in ihrer Darstellung bislang unveröffentlichte neue Forschungsergebnisse vorstellt. Die zeitgleich am 7. Februar 2019 eröffnete Banner-Ausstellung mit exemplarischen Porträts von Gewerkschaftern ist während der regulären Öffnungszeiten bis Ende April in der Gedenkstätte zu sehen und kann im Anschluss ausgeliehen werden.

Im Anschluss an eine Fachtagung in der Gedenkstätte KZ Osthofen anlässlich des 80. Jahrestages der Zerschlagung der Gewerkschaften im Mai 2013 entstand die Idee, ein biografisches Handbuch über Gewerkschaftsfunktionäre, die 1933/34 im Konzentrationslager Osthofen inhaftiert waren, anzufertigen. Getragen vom Engagement einiger Wissenschaftlern/innen und Doktoranden/innen konnte dieses Vorhaben verwirklicht werden. Der Sammelband versteht sich als Ergänzung eines längeren Forschungsprojektes über „Gewerkschafter/innen im NS-Staat. Verfolgung – Widerstand – Emigration“, das seit mehreren Jahren unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried Mielke an der Freien Universität Berlin durchgeführt wird. Mithilfe der in dieser Publikation enthaltenen biografischen Informationen soll zudem dazu angeregt werden, ein Gedenken an die zahlreichen verfolgten Gewerkschafter in Rheinland-Pfalz und Hessen zu ermöglichen. Veranstaltungsflyer zum Download!

Veranstaltet von:
Landeszentrale für politische Bildung RLP

Informationen bei:
Angelika Arenz-Morch
0 62 42 / 910 810

In Kooperation mit:
Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth

PROJEKTTAGE

Veranstaltung des Fördervereins Leuschner-Zentrum und Projekttage bis 21. Dezember 2018 

Wolfgang Hasibether berichtete aus der biographischen Forschung zu den Tagesnotizen Leuschners in der Zeit von Oktober 1916 bis zum 11. November 1918. Im Archiv der Leuschner-Stiftung sind rund 130 Originalbilder und Texte der Notizen aus dem 1. Weltkrieg aufbewahrt. Sie geben wichtige Hinweise auf Leuschners Einstellung zum Krieg und sind Grundlage für sein politisches Engagement in der Weimarer Republik und im Widerstand gegen den Hitlerterror. Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von Herbert Schmid aus Weiden.Am Montag, den 12. November 2018 fand Beim Besuch der Ausstellung können Dokumente aus dem Archiv der Stiftung digital eingesehen werden.im Anschluss an die Jahresversammlung des Fördervereins Leuschner-Zentrum um 19:30 Uhr eine Ausstellung mit Vortrag zu den Erlebnissen Wilhelm Leuschners im I. Weltkrieg statt. Die Ausstellung ist aus dem Leuschner-Nachlass der Stiftung zusammengestellt und bietet die Möglichkeit im Rahmen der Demokratieerziehung auch Projekttage für die Schulen in der Region durchzuführen.

Hier kann der Begleittext eingesehen werden.

Die Ausstellung kann von Schulen bei vorheriger Anmeldung bis 21. Dezember 2018 besucht werden. Ein Konzept für den Projekttag zur Schulung im Rahmen des Sozialkunde-, Religions-, Ethik- und Geschichtsunterricht wird dabei eingesetzt. Die Maßnahmen werden von ‚Demokratie leben!‘ in der Stadt Bayreuth unterstützt und sind daher kostenfrei.

 

Anmeldung unter Tel. 0921-150 72 69 

 

 

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DES FÖRDERVEREINS UND VERANSTALTUNG ‚LEUSCHNER IM I. WELTKRIEG‘

Veranstaltung des Fördervereins Leuschner-Zentrum

Am Montag, den 12. November 2018 findet im Anschluss an die Jahresversammlung des Fördervereins Leuschner-Zentrum (Beginn 18 Uhr)  im Leuschner-Zentrum, Herderstraße 29 um 19:30 Uhr eine Ausstellung mit Vortrag zu den Erlebnissen Wilhelm Leuschners im I. Weltkrieg statt. Dabei wird Wolfgang Hasibether aus der biographischen Forschung zu den Tagesnotizen Leuschners in der Zeit von 1916 bis zum 11. November 1918 berichten. Im Archiv der Leuschner-Stiftung sind rund 130 Originalbilder und der Text der Notizen aus dem 1. Weltkrieg aufbewahrt. Sie geben wichtige Hinweise auf Leuschners Einstellung zum Krieg und sind Grundlage für sein politisches Engagement in der Weimarer Republik und im Widerstand gegen den Hitlerterror. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Herbert Schmid aus Weiden. Die Ausstellung kann von Schulen bei vorheriger Anmeldung bis Ende 2018 besucht werden. Tel. 0921-150 72 69

Veranstaltungsflyer zum Download

14. BAYREUTHER GESPRÄCHE AM 29.9.2018

Genau am 74ten Todestag Wilhelm Leuschners fanden im Bayreuther Leuschner-Zentrum die Bayreuther Gespräche zum vierzehnten Male statt. Die Gespräche, die in Kooperation mit Förderverein, DGB Oberfranken, Landeszentrale für politische Bildung und unterstützt vom Bundesprojekt ‚Demokratie leben!‘ stattfanden, standen heuer unter dem Motto ‚Heimat in der Erinnerungskultur‘.

Der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Hans Otto Hemmer aus Mettmann, stellte in seinem Eingangsreferat aus Alfred Haushofers ‚Moabiter Sonetten‘ die 32. Sonette mit dem Titel ‚Heimat‘ vor, in der es u.a. heißt:

….

Ich wollte nicht aus meiner Heimat gehn.
Sie schien mir lange guten Schutz zu gönnen.
Dann hat auch sie mich nicht mehr bergen können,
ich werde lebend kaum sie wiedersehn.

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